Reiten als Ausgleich zur Arbeit. Wer kennt es? 

„Mein Pferd ist immer noch der beste Therapeut“ – hört sich erst einmal etwas komisch an, aber wenn ich genau darüber nachdenke passt es schon ganz gut.

Denn: Aufstehen, arbeiten, essen, schlafen gehen. Repeat. Soll das wirklich alles sein?

 Reiten als Ausgleich

In jeder Situation kann ich mich bei meinem Pferd „fallen“ lassen. Ihm meine Sorgen und Ängste anvertrauen oder Geschichten aus meinem alltäglichen Leben erzählen. Immer habe ich ein offenes Ohr an meiner Seite.

Auch wenn es mir nur so vorkommen mag… ja, ich habe das Gefühl, mein Pferd hört mir zu und versteht mich. Ein schönes Gefühl.

Genau das gibt mir einen besonderen Ausgleich zum Alltag.

 Der Reitstall - Eine andere Welt - Hier kann ich abschalten!Mein Pferd - als Ruhepol

Wenn ich den Pferdestall betrete, wechsele ich in eine andere Welt. Alles scheint ein wenig langsamer zu sein als im hektischen Trubel des Alltags. Diese fast meditative Stimmung schlägt sich direkt auf mein Gemüt nieder. Ich entspanne mich.

Mein Pferd strahlt eine energievolle Gelassenheit aus und bestärkt in mir das tiefe Gefühl der Ruhe. Mit der Zeit hat sich eine angenehme Vertrautheit zwischen meinem Pferd und mir aufgebaut, die mir selbst Sicherheit gibt und um ein Weiteres zum Wohlfühlen beiträgt.

Ein starkes Tier zu bewegen erfordert ein hohes Maß an Konzentration. Hier bleibt kein Platz für das Gedankenkarussell im Kopf, so dass positive Gefühle überwiegen und negative Stresshormone im Körper abgebaut werden. Wie kann es also einen besseren Ausgleich geben als diesen.

Reiten - Mein Sport & Ausgleich: Bei meinem Pferd kann ich mich auspowern!

Auszeit im Stall

Neben den positiven Effekten für die Gesundheit, kommt bei mir auch der sportliche Aspekt hinzu. Einige erinnern sich bestimmt noch an den Muskelkater nach der ersten Reitstunde.

Oft hört man Stimmen, die behaupten, das Reiten sei kein „richtiger“ Sport. Doch das ist falsch. Reiten ist ein körperlich anstrengender Sport. Durch die schaukelnden Bewegungen des Pferdes wird die Rückenmuskulatur optimal trainiert und Verspannungen können abgebaut werden. Hinzu kommt eine erhöhte Sauerstoffzufuhr, die zu einer besseren Durchblutung des gesamten Organismus führt. Wer regelmäßig reitet hat demnach einen tieferen Schlaf und fühlt sich tagsüber fit und ausgeglichen. Außerdem hält die ständige Kommunikation zwischen Mensch und Pferd den Reiter mental fit.

Eine extra Portion Gymnastik für Oberkörper, Rücken und Arme gibt es übrigens auch bei der Pflege der Pferde. Hier kann ich durch gezieltes Striegeln und Bürsten meines Pferdes Mähne und Schweif zum Glänzen bringen und mich selbst dabei ordentlich auspowern. Meinem Pferd und mir tut es gut.

Auch meine 5 Jährige Nichte ist schon eine begeisterte Pferdeliebhaberin. Ich lerne Ihr von klein auf wie man mit Pferden umgeht und wie man die Tiere behandelt. Ich denke Sie hat in dieser Hinsicht eine tolle Zukunft vor sich, das Sie in jeder Lebenslage auf ein Pferd zugehen kann und das gute Gefühl in sich trägt, egal wie groß der Stress mal werden wird.

Reiter und Pferd als Team - Mit Dir durch dick und dünn

Pferd und Reiter als Einheit

Ich bilde mit meinem Pferd eine Einheit. Ja – wir sind ein Team! Denn auch mein Pferd verlässt sich auf mich. Ich habe eine gewisse Verantwortung der ich nachkomme, auch das gibt mir ein Stück weit Sicherheit im Alltag.

Meinem Pferd und mir selbst Zeit und Freiraum geben, weg von Angst, Dominanz und Kontrolle hin zu Spaß, Motivation und Respekt. Das führt nicht nur zu einer harmonischeren Beziehung zwischen meinem Pferd und mir, sondern dadurch komme auch ich gelassener und fröhlicher durch den Alltag.

 

 

Juli 15, 2019

Hinterlassen Sie einen Kommentar